Pressemeldung vom 04.02.2021:

Mit hervorragender Teamarbeit den ersten Corona-Ausbruch in der Ruhrtalklinik gemanagt

Viele Monate haben die strengen Hygiene- und Schutzmaßnahmen erfolgreich gegriffen: Jetzt aber hat das Coronavirus leider auch seinen Weg in die Ruhrtalklinik gefunden. Seit Montag herrscht Ausnahmezustand in der Wimberner Rehaklinik, nachdem zunächst erst drei, später dann mehr als ein Dutzend positive Fälle bei den Patienten entdeckt wurden.

Der Coronaausbruch fiel bei einer Routinekontrolle auf. Patienten, die in Wohnheimen leben, werden am Vortag der Entlassung mittels Schnelltest auf das Virus getestet. Dabei fielen am Montag die ersten drei positiven Tests auf. Noch am selben Tag wurden alle Patienten und im Haus tätigen Mitarbeiter per Schnelltest getestet. Weitere Verdachtsfälle kristallisierten sich dabei heraus. Ein Aufnahmestopp wurde durch das zuständige Gesundheitsamt verfügt. Der interne Krisenstab der Klinik trat zusammen und beriet die aktuelle Situation. Unmittelbar wurde eine Quarantäne­station eröffnet und mit Kollegen und Kolleginnen besetzt.

In außergewöhnlicher Teamleistung und in ständigem Kontakt zum Soester Gesundheitsamt wurden dann notwendige Schritte vollzogen, um ein Höchstmaß an Sicherheit für Patienten und Mitarbeiter zu erreichen. Am Donnerstag erfolgte eine behördlich angeordnete Reihentestung. PCR-Tests für Mitarbeiter und Patienten wurden durchgeführt.

Unabhängig vom Ergebnis dieser Reihentestung entschied die Klinikleitung bereits am Donnerstag­morgen, eine geregelte Entlassung vorzubereiten. Hier geht es vor allem um die Fürsorge gegenüber Mitarbeitern und Rehabilitanden: Das Ausbruchsgeschehen stellte sich als zu diffus dar. Die Betreuer der Patienten wurden kontaktiert. Mit ihnen wurde eine geregelte Rückverlegung ins häusliche Umfeld besprochen und organisiert – so es denn möglich war.

Bei den Patienten, bei denen keine Versorgung im heimischen Umfeld möglich war, betreut die Klinik diese Patienten unter Beachtung der Schutzmaßnahmen weiter.

Die Entwicklungen der Fallzahlen der letzten Wochen und Monate ständig betrachtend, bereitete sich die Klinik schon länger auf ein mögliches Eintreten des Virus in die Klinik vor. Die Bevorratung von persönlicher Schutzausrüstung, FFP-2 Masken und Schnelltests gehörte zu dieser Vorbereitung.

Die gute Vorbereitung und der außergewöhnliche Einsatz aller Mitarbeiter halfen und helfen, diese Ausnahmesituation erfolgreich zu bestehen.

Schon jetzt ein herzliches Dankeschön an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Ruhrtalklinik.

Aufnahme
Neuaufnahmen von Rehabilitanden sind weiter möglich, gleiches gilt für Krankenhausnachsorgen, sogenannte Anschlussheilbehandlungen. Alle Patienten müssen vor Aufnahme einen negativen Test auf Sars-CoV-2 (Coronavirus) vorlegen. Möglich ist dies u.a. durch einen Abstrich durch den Hausarzt oder durch ein Krankenhaus. Die Abrechnung erfolgt über die Kassenärztliche Vereinigung, die alle Ärzte über die Rechtmäßigkeit der Tests informiert hat. Eine Übersicht dieser Information finden Sie hier. Dieser Test ist notwendig, um die Rehabilitationsfähigkeit zu bescheinigen. Dadurch können alle Therapien uneingeschränkt stattfinden. Der Test darf bei Aufnahme maximal 48 Stunden alt sein. Zusätzlich erfolgt am Anreisetag unmittelbar nach Eintritt in unser Haus noch ein Schnelltest. Beachten Sie bitte: Auch die Person, die Sie begleitet und die im Anschluss mit in das ärztliche Aufnahmegespräch geht, muss einen Schnelltest absolvieren. Bei Fragen sprechen Sie uns gerne an.

Besuchsregelung
Besuche sind wichtig – aber leider auch ein Risiko für Patienten und Mitarbeiter. Daher appellieren wir dringend an Betreuer, Angehörige oder Freunde, auf Besuche zu verzichten. Sie schützen damit unsere Patienten! Besuche, die nicht zu verschieben sind, müssen im Vorfeld unbedingt angemeldet werden. Solche Besuche können montags und mittwochs von 15.30 bis 16.30 Uhr sowie samstags von 13.30 bis 15.30 Uhr stattfinden. Pro Patient sind maximal zwei Besucher zulässig. Alle Besucher müssen vor Eintritt in die Klinik einen Schnelltest absolvieren oder können alternativ ein ärztliches Attest über einen negativen und tagesaktuell durchgeführten Test vorlegen. Grundlage für diese Regelung ist das Testkonzept der Ruhrtalklinik auf Basis der rechtlichen Vorgaben des Landesministeriums für Gesundheit in NRW.
Alle Besucher müssen während des gesamten Besuchs FFP2-Masken tragen. Das Mitbringen von Speisen und Getränken ist nicht gestattet. Als Alternative zum persönlichen Besuch bieten wir Ihnen sehr gerne auch, unsere Patienten digital zu besuchen. Wir nutzen dazu die Online-Plattform ZOOM. Sofern Sie dafür einen Termin vereinbaren möchten, sprechen Sie uns gerne an.

Kontaktpersonen
Gemäß Empfehlung des Robert-Koch-Instituts (RKI) zur Nachverfolgbarkeit möglicher Infektionsketten wurde eine Auflistung aller Kontaktpersonen eingeführt. Gäste, die zu Besuch kommen oder Patienten bringen oder abholen, werden gebeten, ein kleines Meldeformular mit Angaben zu den persönlichen Stammdaten auszufüllen. Sie erhalten dieses Formular bei Ankunft an der Rezeption.
Zu allen Fragen wenden Sie sich gerne an unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Verwaltung, Tel. 02373-926400 (montags bis donnerstags von 09.00 bis 15.30 Uhr und freitags von 09.00 bis 12.00 Uhr).